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Wie man eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für Telekommunikationsstandorte bei extremen Wetterbedingungen sicherstellt
12 Dec 2025

Mit zunehmender globaler Klimainstabilität treten extreme Wetterereignisse – Taifune, Starkregen, Schneestürme, Hitzewellen, Sandstürme und Blitzeinschläge – häufiger denn je auf. Diese Umweltbelastungen setzen die Telekommunikationsinfrastruktur enorm unter Druck.

Als zentrale Knotenpunkte von Kommunikationsnetzen sind Telekommunikationsbasisstationen stark auf eine stabile Stromversorgung angewiesen. Fällt eine Station aufgrund eines Stromausfalls aus, sind die Folgen unmittelbar: regionale Dienstunterbrechungen, Beeinträchtigungen der Notfallmaßnahmen, Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Störungen der täglichen Kommunikation.

Das Stromversorgungssystem hinter jeder Basisstation bildet die letzte Verteidigungslinie für die Netzwerkstabilität. Die Gewährleistung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung bei extremen Wetterbedingungen ist für Betreiber und Wartungsteams weltweit zu einer zentralen Priorität geworden.

Dieser Blog untersucht die größten Bedrohungen, die extreme Wetterereignisse für die Stromversorgung von Telekommunikationsnetzen darstellen, und skizziert wirksame Strategien zum Aufbau stärkerer und widerstandsfähigerer Netze.

1. Wie extreme Wetterereignisse die Stromversorgung von Telekommunikationssystemen bedrohen

Unterschiedliche Wetterbedingungen bergen unterschiedliche Risiken im Zusammenhang mit der Stromversorgung, haben aber eine gemeinsame Auswirkung: verringerte Stromverfügbarkeit und beschleunigter Geräteverschleiß.

Taifune und Starkregen

Stromausfälle

Wassereintritt verursacht Kurzschlüsse

Risiko des Einsturzes von Masten oder Türmen

Schnee- und Eisstürme

Vereisung und Bruch von Stromleitungen

Batterieausfall bei niedrigen Temperaturen

Frostansammlungen an den Geräten

Hitzewellen

Schneller Kapazitätsverlust der Batterie

Gleichrichterleistungsreduzierung aufgrund von Überhitzung

Überlastung der Klimaanlage

Sandstürme und Salzsprühnebel

Verstopfte Lüftungswege

Korrosion von Leiterplatten und Steckverbindern

Verminderte Isolationsleistung

Blitzschlag

Überspannungsschäden an Leistungsmodulen

Ausfall von Überwachungseinheiten

Branchenangaben zufolge sind über 60 % der wetterbedingten Ausfälle von Standorten auf Störungen im Stromnetz zurückzuführen, was weit über Probleme mit der Übertragungs- oder HF-Hardware hinausgeht.

2. Aufbau einer mehrschichtigen Architektur für resiliente Stromversorgung

Da Wetterereignisse immer extremer und unvorhersehbarer werden, reicht eine einzelne Backup-Methode nicht mehr aus. Moderne Telekommunikationsstandorte entwickeln sich hin zu einer Architektur, die mehrere Energiequellen, Schutzmechanismen und intelligente Steuerung vereint.

2.1 Hochzuverlässige Notstromakkus: Erweiterung des Stromfensters

Batterien bilden den ersten Schutz gegen Stromausfälle. Bei Stürmen oder Katastrophen kann die Stromversorgung stunden- oder sogar tagelang ausbleiben.

Zu den wichtigsten Strategien gehören:

Verlängerte Backup-Dauer: Von den üblichen 4 Stunden auf 8–12 Stunden in Hochrisikoregionen

Verbesserungen der Batterietechnologie:

LFP (LiFePO₄)-Batterien behalten auch bei –20 °C eine Entladekapazität von >80 %

Längere Lebensdauer und höhere Sicherheit im Vergleich zu VRLA

Temperaturgeregelte Batteriegehäuse:

Heiz- und Kühlfunktionen gewährleisten eine ideale Betriebstemperatur (15–25 °C)

2.2 Multienergiesysteme: Verringerung der Netzabhängigkeit

Auf abgelegenen Inseln, in ländlichen Gebieten oder an Standorten mit schwacher Netzinfrastruktur setzen die Betreiber verstärkt auf hybride Energielösungen:

Solar + Speicher: Die Photovoltaikanlage lädt tagsüber den Strom; die Batterien decken den Bedarf nachts oder bei Bewölkung ab.

Wind-Solar-Hybrid: Effektiv in Hochland-, Wüsten- und Küstenregionen

Schnellanschluss-Generatorschnittstellen: Ermöglichen den Anschluss externer Dieselgeneratoren zur Notstromversorgung

Diese Konfigurationen verbessern die Standortautonomie in Katastrophenszenarien erheblich.

2.3 Verstärkter Schutz: Abwehr physikalischer und elektrischer Belastungen

Um extremen Umweltbedingungen standzuhalten, benötigen Telekommunikations-Stromversorgungsgeräte einen verbesserten mechanischen und elektrischen Schutz:

IP55+ Außengehäuse: Schutz vor Staub, Regen und Korrosion

Dreistufiger Überspannungsschutz: SPD-Nennstrom ≥40 kA und Erdung <5 Ω in sturmgefährdeten Gebieten

Vollständig abgedichtete oder flüssigkeitsgekühlte Systeme: Verhindern das Eindringen von Staub und Salz.

Erhöhte Installation: Anhebung der Schrankhöhe auf ca. 1,5 m in überschwemmungsgefährdeten Gebieten

Diese Maßnahmen reduzieren Hardwareausfälle bei widrigen Wetterbedingungen erheblich.

2.4 Intelligente Überwachung: Vom reaktiven zum proaktiven Wartungsmanagement

Dank intelligentem Energiemanagement reagieren Telekommunikationsstandorte nun auf extreme Wetterbedingungen, bevor es zu Ausfällen kommt.

Wetterabhängige Vorwarnungen:

Systeme lösen automatisch eine vollständige Akkuladung vor Taifunen oder Stürmen aus

Fernüberwachung:

Echtzeit-Sichtbarkeit von Spannung, SOC, Temperatur und Alarmen über FSU-Überwachungseinheiten

KI-basierte vorausschauende Wartung:

Erkennt frühe Anzeichen von Gleichrichteranomalien oder Batteriealterung

Lastpriorisierungsstrategien:

Die Kernausrüstung bleibt länger mit Strom versorgt, wodurch die Betriebszeit des Standorts bei Ausfällen verlängert wird

Durch diesen Wandel von passiver Reparatur zu proaktivem Schutz werden Ausfallzeiten und Wartungskosten deutlich reduziert.

3. Auf dem Weg zu klimaresistenten Telekommunikations- und Energienetzen

Da extreme Wetterereignisse weltweit zur Normalität werden, schreiten Telekommunikationsanbieter rasant zu intelligenteren, umweltfreundlicheren und widerstandsfähigeren Energieinfrastrukturen voran. Zu den wichtigsten Zukunftstrends gehören:

Integration mit virtuellen Kraftwerken (VPPs):

Ermöglichung der Teilnahme von Basisstationsbatterien am Netzausgleich

Wasserstoff-Notfallversuche:

Bereitstellung von sauberer und lang anhaltender Energie in Regionen mit geringer Sonneneinstrahlung und geringem Wind.

Digitale Zwillingsmodellierung:

Simulation des Systemverhaltens unter extremen Bedingungen

Standardisierung:

Weiterentwicklung von Branchenrichtlinien für klimaresistente Stromnetzgestaltung

Fazit

Extremwetterereignisse sind möglicherweise unvermeidbar, Kommunikationsausfälle jedoch nicht. Telekommunikationssysteme haben sich von einfachen Energieversorgungseinheiten zu intelligenten, widerstandsfähigen und vielschichtigen Energieökosystemen entwickelt

Durch kontinuierliche Innovationen bei Batterien, hybriden Energiesystemen, Umweltschutz und intelligenter Überwachung können Betreiber Netze aufbauen, die auch bei extremen Störungen stabil bleiben.

Jede ununterbrochene Signalübertragung ist mehr als nur ein Service – sie ist ein Bekenntnis zu Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauen.

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