Bei einem thermischen Durchgehen handelt es sich um ein Phänomen, bei dem der Stromfluss durch die Zelle oder Batterie während des Ladevorgangs oder der Überladung zu einem Anstieg der Zelltemperatur führt, was wiederum den Stromfluss und damit die Temperatur weiter erhöht.
Die geeignete Ladespannung hängt von der Batterietemperatur ab (siehe Tabellen unten). Eine wärmere Batterie benötigt eine niedrigere Spannung. Wird die Spannung nicht reduziert, steigt der von der Batterie aufgenommene Strom. Mit steigendem Strom erhöht sich die Erwärmung. Dies kann sich selbst verstärken, wobei die Batterietemperatur und der Ladestrom schädliche Werte erreichen.
Gel-Batterien
sind wesentlich weniger anfällig für thermisches Durchgehen als
AGM-Batterien
Batterien können mit zunehmendem Alter anfälliger werden. Da bei Nassbatterien keine Rekombinationsreaktion stattfindet, wird überschüssige Ladeenergie größtenteils in Gas und nicht in Wärme umgewandelt. Dadurch sind sie nahezu immun gegen thermisches Durchgehen.
Hauptversammlung
Lade- und Erhaltungsspannungen in verschiedenen Temperaturbereichen:
GEL-Lade- und Erhaltungsspannungen in verschiedenen Temperaturbereichen:
Thermisches Durchgehen lässt sich verhindern durch:
• Temperaturkompensationsüberwachung an der Batterie – nicht am Ladegerät.
• Begrenzung der Ladeströme auf angemessene Werte (siehe die obigen Tabellen).
• Gewährleistung einer ausreichenden Luftzirkulation um die Batterien herum.
• Mithilfe von Zeitschaltuhren oder Amperestundenzählern.
• Verwendung intelligenter Ladegeräte, die die Anzeichen eines thermischen Durchgehens erkennen und das Ladegerät daraufhin abschalten.